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Sprecher

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Noma Bar

Grafikdesigner, Illustrator, Künstler

Noma Bar wurde durch seine smarten und humoristischen Darstellungen weltweit bekannt – etwa von kulturellen und politischen Ikonen wie Albert Einstein, Shakespeare, Nelson Mandela und George W. Bush. Seine Bildelemente gehen häufig ineinander über – Ironie und Hintersinn sind dabei oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen

Hunderte Illustrationen des gebürtigen Israelis wurden in bedeutenden Medien wie Time Out London, BBC, Random House, The Observer, The Economist und Wallpaper veröffentlicht – aber auch Kampagnen für Google, Coca-Cola, Mercedes-Benz und Apple finden sich in seinem Portfolio.

Bar selbst sieht seine Arbeiten schlicht als Werkzeug der visuellen Kommunikation: „Maximale Kommunikation mit minimalen Elementen“. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Gold Clio für seine 3D-Animation im New York Presbyterian Hospital und der Yellow Pencil der D&AD für seine Ausstellung „Cut It Out“ beim Londoner Design Festival.

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Prof. Dr. Hartmut Rosa

Soziologe und Politikwissenschaftler

Hartmut Rosa ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Direktor des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt und Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift „Time & Society“.

Die Geschichte der Beschleunigung in der Moderne ist eines der großen Themen von Hartmut Rosa: Aufgrund des Zeitgewinns durch technischen Fortschritt entsteht Zeitnot – und kein Zeitgewinn. Die Vielzahl der Möglichkeiten führt dazu, dass ein Mensch die ihm gegebenen Möglichkeiten nicht mehr im Laufe seines Lebens ausschöpfen kann. Die „Steigerungsrate übersteigt die Beschleunigungsrate“, was dazu führt, dass das gerade Erlebte bereits nicht mehr up to date ist und die Individuen keine Chance haben, „lebensgesättigt“ zu sterben – wie es auch schon Goethes Faust erging. („Soziale Beschleunigung. Die Veränderung der Temporalstrukturen“)

Rosa wurde ausgezeichnet mit dem Thüringer Forschungspreis für Grundlagenforschung, dem Tractatus-Essaypreis für philosophische Essayistik und dem Erich-Fromm-Preis.

Bildnachweise: Anne Guenther/FSU (Porträt); Helena und Laurent Martin (Paar im Wald)

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Christina Varvia – Forensic Architecture

Architektin und Forscherin

Christina Varvia ist stellvertretende Direktorin von Forensic Architecture – einem Londoner Künstler- und Recherchekollektiv, welches sich die Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen auf die Fahne geschrieben hat. Forensic Architecture entwickelt dazu neue technologisch-forensische Methoden und architektonische Beweistechniken.

Varvia erstellte beispielsweise die videoanalytische Dokumentation des Bombenangriffs der Hamas in der Gaza-Stadt Rafah im Jahr 2014. Zu weiteren bedeutenden Projekten zählt die 3D-Rekonstruktion eines syrischen Gefängnisses in Zusammenarbeit mit Amnesty International.

Varvia ist Mitglied des Technologiebeirats des Internationalen Strafgerichtshofs und studierte Architektur an der University of Westminster und der AA School of Architecture in London, wo sie derzeit auch in der Lehre tätig ist.

Bildnachweis: Simone Rowat (Porträt)

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Ditte Lysgaard Vind

Designerin

Ditte Lysgaard Vind ist Designerin und renommierte Expertin für Kreislaufwirtschaft. Sie arbeitet für eine Welt in der Produktion und Verbrauch keine negativen Auswirkungen auf unser Klima und unsere Gesundheit haben. Wo es Abfall nur als Ressource gibt.

Die Co-Autorin des „A changemaker’s guide to the future“ ist geschäftsführende Gesellschafterin von The Circular Way, einer strategischen Beratungsfirma der Lendager Group, deren Vision es ist, das Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit Voraussetzungen sind – keine Gegensätze. „Circular economy is about creating the world of tomorrow with the waste of today.“

Ditte ist Mitglied der Geschäftsleitung der Königlich-dänischen Akademie der Schönen Künste und Schulen für Architektur, Design und Naturschutz sowie des Danish Design Council. Im Zentrum ihres Wirkens steht das Anliegen, mit der Transformation zur Kreislaufwirtschaft, zukunftssichere Unternehmen und Gebäude zu schaffen.

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Reet Aus

Modedesignerin

Reet Aus ist promovierte Modedesignerin und Umweltaktivistin. Die Pionierin im Bereich des industriellen Mode-Upcyclings entwickelte eine Zertifizierung, um ihr Wissen an Marken und Fabriken weiterzugeben und gründete eigene Kollektionen. Ihr Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Modebranche zu verringern und zu zeigen, dass tiefgreifende Veränderungen möglich sind.

Während ihrer wissenschaftlichen Arbeit stellte die Estin fest, dass es nur einen Weg gibt, zu einer weniger schädlichen Modebranche beizutragen – von innen. Durch ihr Verständnis für die gesamte Produktionskette war sie in der Lage, Transparenz in den Bereich der produktionsbedingten Textilabfälle zu bringen, der eines der größten Probleme darstellt und gleichzeitig recht unbeachtet ist.

Tausende Fabriken in der Dritten Welt produzieren nicht nur Kleidung für große Unternehmen, sondern auch viele Tonnen Giftmüll, was erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt hat. Daher werden die Produkte der „Reet Aus Collection“ nur aus Produktionsresten hergestellt. So wird Design als Lösung eingesetzt, um Abfall zu vermeiden.

Bildnachweis: Mark Raidpere (Bild Mitte)

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Cedric Kiefer

Künstler und Designer

Cedric Kiefer ist Mitbegründer und kreativer Leiter von onformative. Ein Studio für digitale Kunst und Design aus Berlin. Cedrics Faszination für Wissenschaft, Technologie und Kunst treibt die Entwicklung neuer Projekte bei onformative an. Dabei gilt das Interesse vor allem wissenschaftlichen Themen, Themen aus der Natur und aus dem Zeitgeschehen.

Seine Ergebnisse und Interpretationen reichen von interaktiven Medieninstallationen, generativem Design und dynamischen Visuals bis hin zu datengesteuerten Erzählungen. Gemeinsam mit seinem Team sucht er ständig nach neuen kreativen Ausdrucksformen. So entstand in Kooperation mit der in Frankfurt ansässigen avantgardistischen Forsythe Dance Company das experimentelle Projekt: Pathfinder. Dabei reagieren Tänzer auf Impulse, die am Computer berechnet wurden.

onformative entwickelt sich mit seiner Arbeit stets weiter und hinterfragt immer wieder die Grenzen seines eigenen Schaffens. Das ist mit Sicherheit auch ein Grund, warum sie zu den Vorreitern im Generative Design gehören. Parallel zu seiner Arbeit im Atelier lehrt Cedric Kiefer generatives Design an Werkstätten und Hochschulen und spricht regelmäßig an internationalen Universitäten, Konferenzen und Festivals über digitale Kunst und Design.

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Nikita Diakur

Filmemacher und Animationskünstler

Nikita Diakur studierte Animation am Royal College of Art in London. Inzwischen lebt und arbeitet er als unabhängiger Regisseur und Produzent in Mainz. Das Markenzeichen seiner Filme ist eine auf Computersimulation und Zufall basierende Animationsmethode, die Spontanität und Fehler einschließt.

Der gebürtige Russe konnte mit seinen letzten Projekten „Ugly” und „Fest” diverse Awards gewinnen und war damit auf Filmfestivals in der ganzen Welt vertreten. Mit seinen innovativen Erzählungen stellt er Formate und Stile infrage. Seine Geschichten erzählen von bizarren Charakteren und unberechenbarer Physik. Das Ergebnis ist eine Überraschung.

Er hält regelmäßig Vorträge und Workshops wie z. B. auf dem Playgrounds Festival oder an der Kunstakademie Berlin. Außerdem war er Teil des Artists-in-Residence Programms im Q21 in Wien und ist Mitglied der Europäischen Filmakademie.

Bildnachweis: Ramon Haindl (Porträt)

Bildnachweis: Mark Raidpere (Bild Mitte)

weitere Sprecher folgen in Kürze

Bildnachweis: Mark Raidpere (Bild Mitte)

Marjan van Aubel

Designerin

Marjan van Aubel ist Solar-Designerin und Mitgründerin des Designkollektivs Caventou. Ihre innovative Arbeit umfasst die Bereiche Nachhaltigkeit, Design und Technologien. Im Zentrum steht der Einsatz von intelligentem Design für die „Solardemokratie”: In Fenstern, Möbeln oder anderen Objekten sollen Solarpanels ästhetisch ansprechend ins Leben integriert werden. Das Ziel der Designerin ist es, Solarenergie gesellschaftsfähig zu machen.

Marjan lehrt an der Design Academy in Eindhoven. 2017 wurde sie von Swarovski zur “Designer of the Future” gewählt, 2016 erhielt sie den Wallpaper Design Award und den WIRED’s Innovation Award.

Prof. Eike König

Grafikdesigner

Eike König gründete HORT in Berlin – ein Designbüro für visuelle Kommunikation. Zum Portfolio gehören ARTE, Bauhaus Dessau und Nike. Mit seiner Arbeit liefert Eike nicht nur Antworten, sondern eröffnet einen politischen Diskurs. Speziell die Förderung von jungen Menschen liegt ihm dabei am Herzen. Seit 2011 ist er Professor für Illustration und Grafikdesign an der HfG Offenbach.

An der Hochschule wie auch in seinem Designbüro ist Eike in erster Linie nicht Chef oder Lehrer, sondern ein Begleiter. Er möchte zu Kreativität und Mut anregen, und dies mit einer liberalen und inspirierenden Arbeitsweise.

(Bildnachweis Porträt: Werner Streitfelder)

Daan Lucas

Designer

Daan Lucas ist Gründer und Geschäftsführer von Random Studio – einem Designstudio, das immersive Erlebnisse schafft. Mithilfe von interaktiven Installationen rund um Marke und Produkt werden dem Betrachter neue Perspektiven im physischen Raum eröffnet.

Daans Laufbahn ist nicht die eines typischen Designers: Zunächst studierte er Jura und tauchte dann auf eigene Faust in die Werbe- und Programmierwelt ein. Schnell bemerkte er, dass es Menschen gibt, die das alles noch viel besser beherrschen und gründete daraufhin Random Studio – ein offenes Büro für Designer und Künstler jeder Art.

Mathew Leung

Architekt und Urban Designer

Mathew Leung ist Mitbegründer von „Assemble“, einem interdisziplinären Architektur-, Design- und Kunststudio, das sich auf die Planung und Umsetzung von Arbeitsräumen spezialisiert. Mathew war unter anderem Projektleiter bei „The Cineroleum“, einem Pilotprojekt zur Wiederverwendung von 4000 unbenutzten, britischen Tankstellen sowie bei „Blockhorse Workshop“, einer öffentlich zugänglichen Werkstatt im Waltham Forest. Assemble’s Projekt „Granby Four Streets“ gewann 2015 den Turner Prize.

Neben seiner Arbeit bei Assemble, hält Mathew Vorlesungen in Kultur- und Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt und veröffentlicht seine Forschung unter anderem im RIBA Journal und bei JOVIS Publishers. Seine Masterthesis wurde mit der RIBA President’s Silver Medal honoriert.

(Bildnachweis v.l.n.r.: Zander Olsen, Assemble, David Vintiner)

Matilde Boelhouwer

Produktdesignerin

Nach ihrem Studium in Insektenkunde und Produktdesign an der ArtEZ in Arnheim, arbeitet Matilde Boelhouwer interdisziplinär in den Bereichen Design, Kunst und Biologie. Mit ihrer Arbeit will sie nicht nur schöne Ideen, sondern Ideen mit einem Mehrwert generieren: Matilde sieht Insekten als Subjekt, Material und Inspirationsquelle und entdeckt dabei die lebenswichtige Rolle, die sie in unserem Ökosystem spielen. Ihr Design soll neue Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen und die Gesellschaft für die Bedeutung der Umwelt sensibilisieren.

Im Rahmen ihres Projekts „Food for Buzz“ entwickelte Matilde in ihrem Atelier Boelhouwer künstliche Blumen, die Regen in Zuckerwasser verwandeln und Insekten im urbanen Raum ernähren sollen.

Dr. Mary Katherine Heinrich

Architektin

Mary Katherine Heinrich ist eine interdisziplinär arbeitende Forscherin, die sich mit der selbstorganisierenden und biohybriden Robotik beschäftigt. Mary Katherine ist am Institut für Technische Informatik der Universität Lübeck tätig und Teil des “Flora Robotica”-Forscherteams.

“Flora Robotica” ist ein europaweites Forschungsprojekt, bestehend aus Architekten, Biologen, Ingenieuren und Informatikern. Dabei werden Möglichkeiten erforscht, wie Pflanzen und Roboter in einer symbiotischen Beziehung voneinander profitieren können. Durch die Kombination verschiedener Disziplinen sollen eigenständig wachsende, adaptive und selbstreparierende Pflanzen entwickelt werden, die in der Zukunft autonom architektonische Artefakte und Lebensumwelten produzieren. Die Vision des Forscherteams ist, dass die durch Roboterschwärme angeleiteten, intelligenten Pflanzen langfristig unsere Städte beleben.