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Sprecher

Prof. Dr. Harald Welzer

Soziologe und Sozialpsychologe

Prof. Dr. Harald Welzer ist Soziologe und Sozialpsychologe, Mitbegründer und Direktor von „FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit“, Sprecher des Rates für Digitale Ökologie, ständiger Gastprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Sankt Gallen.

Er leitet das Norbert-Elias-Center for Transformation Design an der Europa Universität Flensburg und hat zahlreiche Bücher zu gesellschaftspolitischen Fragen und zur Nachhaltigkeit geschrieben, unter anderem „Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird“, „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“; „Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen.“, zuletzt „Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens“, alle erschienen im S.-Fischer-Verlag. Daneben ist er Herausgeber von „tazFUTURZWEI“ – Magazin für Zukunft und Politik. Die Bücher von Harald Welzer sind in 22 Sprachen erschienen.

Malin Schulz

Artdirektorin und Journalistin

Als Mitglied der Chefredaktion der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ ist Malin seit 2016 maßgeblich dafür verantwortlich, neue Ideen und Innovationsprozesse im Printprodukt zu verankern und umzusetzen. Ihr Arbeitsansatz ist es Design als Autorschaft zu begreifen. Ganz nach dem Motto Empowerment und Change Management begreift sie Ihre Arbeit als stetigen Prozess. Stilistisch lotet sie visuelle Wirkungsmächte jenseits von Alarmismus und deren Stereotypen aus.

Zudem schreibt sie als Journalistin kritisch über das Thema Kriegs- und Krisenfotografie und wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, unter anderem für den BFF Förderpreis, den Lead Award, den European Newspaper Award sowie für den World’s Best Designed Newspaper Award.

Bildnachweis v.l.n.r.: Doreen Bursutzki-Jan Lichte, William Fernando Martinez AP DPA, Miriam Migliazzi-Mart Klein

David Johnston

Designer und Gründer

David Johnston ist der Gründer von Accept & Proceed, dem nach Benefit Corporation zertifizierten Kreativstudio, das sich seit 2006 der Unterstützung und Förderung von Visionären widmet. Er ist sich sicher, dass uns nur acht Jahre (bis 2030) bleiben, um den Kurs des Planeten und damit der Menschheit zu ändern, und er ist davon überzeugt, dass Design und Kreativität für diese Veränderung entscheidend sind. Als kreativer Unternehmer legt David Wert auf die Zusammenarbeit mit radikalen Visionären, um die Welt zum Besseren zu verändern. Beachtenswert sind sicher seine Kooperationen mit Kunden wie Nike, Google, Rapha und der NASA.

David ist außerdem Host der Podcast-Reihe Endless Vital Activity, in der er Wissenschaftler, Aktivisten und Visionäre dazu befragt, wie wir die Probleme der Gesellschaft lösen und entscheidende Maßnahmen anregen können. Er wurde mit dem D&AD Pencil for Branding, dem Creative Review Award für Fotografie sowie dem Creative Direction Award ausgezeichnet und wurde in die Liste der Creative Review’s Ones To Watch aufgenommen.

Bildnachweis Bild rechts: Rastko Šurdić

Ditte Lysgaard Vind

Designerin

Ditte Lysgaard Vind ist Designerin und renommierte Expertin für Kreislaufwirtschaft. Sie arbeitet für eine Welt in der Produktion und Verbrauch keine negativen Auswirkungen auf unser Klima und unsere Gesundheit haben. Wo es Abfall nur als Ressource gibt.

Die Co-Autorin des „A changemaker’s guide to the future“ ist geschäftsführende Gesellschafterin von The Circular Way, einer strategischen Beratungsfirma der Lendager Group, deren Vision es ist, das Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit Voraussetzungen sind – keine Gegensätze. „Circular economy is about creating the world of tomorrow with the waste of today.“

Ditte ist Mitglied der Geschäftsleitung der Königlich-dänischen Akademie der Schönen Künste und Schulen für Architektur, Design und Naturschutz sowie des Danish Design Council. Im Zentrum ihres Wirkens steht das Anliegen, mit der Transformation zur Kreislaufwirtschaft, zukunftssichere Unternehmen und Gebäude zu schaffen.

Christina Varvia – Forensic Architecture

Architektin und Forscherin

Christina Varvia ist derzeit Research Fellow bei Forensic Architecture – einer Forschungsagentur – welche sich die Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen auf die Fahne geschrieben hat. Sie ist außerdem Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende von Forensis – einem von Forensic Architecture gegründetem Verein mit Sitz in Berlin.

Varvia erstellte beispielsweise die videoanalytische Dokumentation des Bombenangriffs von Rafah in Gaza, welcher im Jahr 2014 von den israelischen Verteidigungskräften durchgeführt wurde. Zu weiteren bedeutenden Projekten zählt die 3D-Rekonstruktion eines syrischen Gefängnisses in Zusammenarbeit mit Amnesty International.

Sie erhielt das Mads Øvlisen-Promotionsstipendium der Novo Nordisk Foundation für praxisorientierte künstlerische Forschung und ist außerdem Fellow am Louisiana Museum of Modern Art. Derzeit promoviert sie an der Universität Aarhus in Dänemark.

Bildnachweis: Simone Rowat (Porträt)

Reet Aus

Modedesignerin

Reet Aus ist promovierte Modedesignerin und Umweltaktivistin. Die Pionierin im Bereich des industriellen Mode-Upcyclings entwickelte eine Zertifizierung, um ihr Wissen an Marken und Fabriken weiterzugeben und gründete eigene Kollektionen. Ihr Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der Modebranche zu verringern und zu zeigen, dass tiefgreifende Veränderungen möglich sind.

Während ihrer wissenschaftlichen Arbeit stellte die Estin fest, dass es nur einen Weg gibt, zu einer weniger schädlichen Modebranche beizutragen – von innen. Durch ihr Verständnis für die gesamte Produktionskette war sie in der Lage, Transparenz in den Bereich der produktionsbedingten Textilabfälle zu bringen, der eines der größten Probleme darstellt und gleichzeitig recht unbeachtet ist.

Tausende Fabriken in der Dritten Welt produzieren nicht nur Kleidung für große Unternehmen, sondern auch viele Tonnen Giftmüll, was erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt hat. Daher werden die Produkte der „Reet Aus Collection“ nur aus Produktionsresten hergestellt. So wird Design als Lösung eingesetzt, um Abfall zu vermeiden.

Bildnachweis: Mark Raidpere (Bild Mitte)

Nikita Diakur

Filmemacher und Animationskünstler

Nikita Diakur studierte Animation am Royal College of Art in London. Inzwischen lebt und arbeitet er als unabhängiger Regisseur und Produzent in Mainz. Das Markenzeichen seiner Filme ist eine auf Computersimulation und Zufall basierende Animationsmethode, die Spontanität und Fehler einschließt.

Der gebürtige Russe konnte mit seinen letzten Projekten „Ugly” und „Fest” diverse Awards gewinnen und war damit auf Filmfestivals in der ganzen Welt vertreten. Mit seinen innovativen Erzählungen stellt er Formate und Stile infrage. Seine Geschichten erzählen von bizarren Charakteren und unberechenbarer Physik. Das Ergebnis ist eine Überraschung.

Er hält regelmäßig Vorträge und Workshops wie z. B. auf dem Playgrounds Festival oder an der Kunstakademie Berlin. Außerdem war er Teil des Artists-in-Residence Programms im Q21 in Wien und ist Mitglied der Europäischen Filmakademie.

Bildnachweis: Ramon Haindl (Porträt)

Christian Mio Loclair

Künstler, Programmierer, Choreograph

Christian „Mio“ Loclair studierte Informatik an der Universität Potsdam sowie am Hasso-Plattner-Institut und hat einen Abschluss in Human Computer Interaction. 

Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Spannungsfeld zwischen menschlichem Körper, Bewegung und Natur auf der einen sowie digitalen Prozessen, Algorithmen und Machine Learning auf der anderen Seite. Mios Fokus liegt dabei auf neuartigen, ästhetischen Identitäten, die sich aus dem Zusammenspiel von mathematischer und poetischer Forschung ergeben. Dabei verbindet und reflektiert er seine Erfahrungen als Informatiker, bildender Künstler, Choreograph und Tänzer.

Christian Mio Loclair arbeitete bereits mit Google, IBM, VW und Mercedes-Benz zusammen und sprach bei den Vereinten Nationen sowie am MIT in Boston.

see-Camp – 10. April 2022

Scholz & Volkmer Campus

Noma Bar

Grafikdesigner, Illustrator, Künstler

Noma Bar wurde durch seine smarten und humoristischen Darstellungen weltweit bekannt – etwa von kulturellen und politischen Ikonen wie Albert Einstein, Shakespeare, Nelson Mandela und George W. Bush. Seine Bildelemente gehen häufig ineinander über – Ironie und Hintersinn sind dabei oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen

Hunderte Illustrationen des gebürtigen Israelis wurden in bedeutenden Medien wie Time Out London, BBC, Random House, The Observer, The Economist und Wallpaper veröffentlicht – aber auch Kampagnen für Google, Coca-Cola, Mercedes-Benz und Apple finden sich in seinem Portfolio.

Bar selbst sieht seine Arbeiten schlicht als Werkzeug der visuellen Kommunikation: „Maximale Kommunikation mit minimalen Elementen“. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Gold Clio für seine 3D-Animation im New York Presbyterian Hospital und der Yellow Pencil der D&AD für seine Ausstellung „Cut It Out“ beim Londoner Design Festival.

Noma Bar wird am 10. April beim see-Camp auf dem Scholz & Volkmer Campus per Live Stream zu sehen sein: 15.00 – 16.00 Uhr